Termin

Sagen und Legenden

Helden vergangener Tage ...

Aszila Ya'Quintano
Avessandra Karinor
Barvedis
Blotsaxa Steinfaust
Diman Eslebon
Frija
Haldan von Aquumin
Hayatape
Kiaras Sarostes ya Cuslicon
Mokel Sohn des Mugolosch vom Klan der Morlox
Mykosh Sohn des Kubax
Nesro De'Ramott
Nuriel Ajuna Salafejev
Phedro Scarpone
Radulf Rondrian von Zweifelfels
Raluf Bärentöter von Donnerbach zu Orkentrutz
Ramon Marboso
Rovena Paligan
Thorim Sohn des Thorax aus der Sippe der Adamas
Zoe von Grünwald

... und ihre Abenteuer

Die Uhdenberger Mine
Die Hexe von Rathila
Die sieben Magischen Kelche
Der Zug durch das Nebelmoor
Der Seelenjäger
Im Zeichen der Kröte
Die Seelen der Magier
Wo ist Mokel?
Die Hochzeitsreise
Seuche an Bord
Die Taucherglocke
Der Schatz von Kun Storbak
Zwischen den Abenteuern I
Die Manufaktur
Die Verschwörung von Gareth
Die Anderswelt
Bodiak
Schatten über Travias Haus
Das Turnier von Hersbach
Mehr als 1000 Oger
Immortalis
Das Erbe der Magiermogule
Der Streuner soll sterben
Zwischen den Abenteuern II
Echsenbrut (Fremde Gefährten)
Der Echsentempel
Die Fahrt der Korisande
Die Insel der Risso
Bund der Schwarzen Schlange
Zwischen den Abenteuern III
Helden: Thore, Thorgrim, Aszila, Haldan

Thorge
Thorge besorgt sich erstmal nen jungen Hund, der schon ein wenig ausgebildet ist in Al`Anfa. Dann reist er so schnell wie möglich nach Brabak. Nach den Feierlichkeiten und den Angeboten des Königs entscheidet Thorge sich erstmal das Amt des Büttel zu übernehmen, allerdings mit dem Vorbehalt, auch schnell wieder aus seinem Vertrag aussteigen zu können. Außerdem bräuchte er noch einen gewissen Grad an Zusatzausbildung, um sein Amt vollwertig zu bekleiden. Das heißt er braucht noch einen Lehrmeister um das Manöver Meiterparade und Gegenhalten zu erlernen. Desweiteren braucht er natürlich noch eine neu Hauptwaffe und ein paar Unterrichtsstunden, um sich auch im Umgang mit dem Zweihänder sicherer zu fühlen. Als ersten Verbesserungsvorschlag rät er den Stadtgardisten, doch einen Wachhund an der Leine zu führen, dafür am besten eignen würde sich ein Zornbrechter. Allein schon das Einschüchterungspotenzial reiche oft aus, um Konflikte schon im Keim zu ersticken. Außerdem sei so ein Hund leichter zu ersetzen als ein gestandener Schwertarm.

Thorim
Ich lehne danked ab, bitte aber darum mich 1-2 Wochen zum lernen an der Akademie aufhalten zu dürfen. (Magischer Raub würd ich gerne lernen), im Tausch vermittel ich gerne meine Kenntnisse im Arcanovi.
In Brabak möchte ich vor meiner Abfahrt gerne den Rest meiner Einweg-Artefakte versetzen. (Mengen kann ich dir morgen sagen)
Danach trete ich meine Heimreise nach Khunchom an. In Khunchom werde ich mich erstmal erholen und das Erlebte verarbeiten und meine Aufzeichnungen Sichten. Im Laufe des Jahres habe ich 2 Ziele: Weitere Studien an der Akademie und Entwurf und Bau eines Wagens/Kutsche. Meinen Unterhalt verdiene ich mir durch Arbeiten im Familien Betrieb und dem Erschaffen von den bereits bekannten Einmal-Artefakten. Sofern das klappt versuche ich natürlich auch der Khunchomer Akademie mein Wissen über den Magischen Raub anzubieten/zu verkaufen.

Azsila
Nachdem Azsila die anderen Helden in Brabak verlassen hatte, fuhr er mit einem Handelsschif nach Kannemünde um dort seinen Freund Zerbes Bakron zu besuchen und um dort den Wagen unterzustellen. Er machte sich dann auf den Weg in die Echsensümpfe und schloss sich einem Handelszug an der Tauschgeschäfte mit den Stämmen der Achaz führte. So gelangte er in das Dorf von Tsaszila und seiner einstigen Lehrmeisterin, die Schamanin des Stammes. Dort wollte er mehr über H'Ranga erfahren und tiefer in die Glaubenswelt der Echsen eintauchen. Sie hatte aber zu sehr Angst sich mit den H'Ranga zu befassen, da sie nicht ihr Augenmerk auf den Stamm lenken sollten. Deshalb schickte sie mich tiefer in die Sümpfe zu einem vergessenen Heiligtum das von einem Priester der H;Szint bewacht wurde.
Er nahm mich mit auf eine Seelenfahrt und zeigte mir die Macht H;Szints und ihrer Geschwister. Er unterrichtete mich in der Geschichte der Echsen, lehrte mich das Rssah und die Heilige Schrift das Chuchas. Dabei entdeckte er das der Blick eines H'Rangas, vor allem der von H'Szint auf mir ruhte. Er unterstellte mich einer Prüfung des Glaubens bei der ich auf einer Geistreise einen Blick auf H'Szints Macht erhielt. Danach sandte er mich zu seinen Brüdern und Schwestern nach Selem in das Echsenviertel und den heiligen Tempel der H'Szint.
Dort verrichtete ich die niedrigsten Arbeiten und musste ihnen meinen Glauben tagtäglich beweisen und mich als würdig erweisen. Sie erkannten mich als ein Mitglied eines Achazstammes an, dessen Privileg ich im Dorf Tsazsilas erworben hatte und behandelten mich wie einen gleichgestellten. Dann sahen sie in mir den Willen das erbe der Echsen in Ehren zu halten da ich mich schon seit langem mit der Schamanischen Macht der Geisterwelt der Achaz auseinandersetzte und diese Stufe des Kontaktes gemeistert hatte. Sie unterzogen mich einer Seelenprüfung ob es mir ernst war und ob ich als ein Mensch überhaupt in der Lage war das Mysterium zu verstehen und nach den Geboten und Glaubensidealen zu handeln. Ich wurde in einer abschließenden Zeremonie nach meiner Lehrzeit zu einem Ritual gebeten. Es sollte entscheiden ob ich die Weihe als Mensch zu einem H'Szint Geweihten würdig war oder ob die H'Ranga meine Seele zerschmettern würden. Die Prüfung meiner Seele lag also beim Tode oder beim erhören der allwissenden Göttin. Sie nähten mich in die Haut eines gehäuteten Achaz und salbten mich mit einigen Ölen und Kräutern, dann legten sie Kristalle und Edelsteine auf meine Augen und meinen Körper und brachten mich so blind in ihr allerheiligstes in die Grotten unter dem tempel. Ich wurde dem alten Heiligtum übergeben. Ich spürte wie das Licht der Heiligkeit durch die Steine in meinen Körper drang und mich erfüllte. Ich hörte Stimmen im Wind und die Litaneien längst vergessener Echsenpriester die mich über meinen Glauben ausfragten. Dann spürte ich eine Hand die in meinen Körper eindrang, mein Herz umklammerte und zudrückte. Meine Seele wurde aus meinem Körper gerissen und in das heilige Licht He'Szints getaucht. Mein Körper glitt in die silbrigen kalten Fluten des Tempelbeckens. Nach 1000 Stunden qual stieß man meine Seele zurück in meinen Körper, als Mahnung den Glauben in ehren zu halten und um mich stetig im Schmerz daran zu erinnern welcher Ehre ich als andersgeborener zu Teil wurde. Als ich erwachte lag ich in einer kleinen Kammer im Tempel. Das allerheiligste den verbotenen Bereich hatte ich nur gespürt aber nicht mit meinen eigenen Augen gesehen da ich dafür zu unrein war im Blute. Als ich die weihe meiner Göttin spürte und wieder im Leben weilte, erkannte ich was sie mir als Geschenk und Zeichen hinterlassen hatte. Ich sollte von anderen Echsen als Bruder erkannt werden, so das sie meine verlorene Hand neu erblühen ließ und sie nun die Hand einer Echse glich. So hatte ich die Weihezeit abgeschlossen und kehrte mit einem erstarkten Glauben zurück nach Kannemünde um nach dieser Tortur aber auch Gnade meinen Lieblingsbeschäftigungen nachzugehen. wein, Weib, Tanz und Rausch... wie auch dem Besuch meines Freundes Zerbes. In Selem habe ich überwiegend meine Zeit im Tempel verbracht und in den Gärten der verfallenen Paläste um mich im Tanz und der Meditation zu üben. Ich suchte mir im Kaiserviertel eine vorrübergende Bleibe in einem der lehren Häuser, das war so ein altes verwittertes Gebäude mit einem alten Turm, das früher als Astrolaborium diente aber längst geplündert wurde. Neben dem Turm schloss sich ein seltsam geformtes Gebäude an das von einer hohen Mauer umgeben wurde. Die Süchtigen und Schmarotzer trieb ich davon und bezahlte einen süchtigen und deshalb sehr billigen Wächter (Das Geld hatte ich vorher in Selem und Kannemünde beim Tanz erworben) der das Gelände sicherte. Richtete mich dort mit meinen wenigen Habseligkeiten ein. In der Zukunft könnte es meine Beine werden, wenn der Meister diese Geschichte zulässt. Da in Selem eh alles leer steht. Aber wenn ich mal genug Geld habe werde ich es neu herrichten lassen zu einem kleinen Teehaus. Werde dann ab und an in der verrottenden Bibliothek nach neuen Wundern schauen und H'Szints blick auf meinen Taten ruhen lassen. Ja so war das in Selem.......

Haldan
In Brabak angekommen, gibt Haldan vor einen Heiler ausfindig zu machen, während er eine Unterkunft im Elendsviertel von Brabak auftreibt. Thorge und Haldan bringen den „kranken Moha“ sogleich zum angeblichen Heiler, der schon alles vorbereitet hat. Die nächsten Tage verbringt das dunkelhäutige Zyklopenjunge in einem Versteck bei Wasser und Fleisch und Fisch ...
Nachdem die Pflichtveranstaltungen durchgestanden sind, bietet Haldan Thore einen weiteren Dienst an: ihn nach Al'Anfa zu begleiten. Für die Reise besorgt sich Halden wieder zwei Phiolen Angstgift, damit der Gefangene auf der Reise ruhig gestellt ist.
In Al'Anfa muss zuerst ein Viertel des Wertes eines Utulu-Sklavens an die Stadt entrichtet werden. Dann nimmt Haldan zwei kräftige Söldner in seine Dienste, die während der Versteigerung auf den Sklaven aufpassen sollen und besorgt sich noch die Gewandung und den Zierrat eines feisten Sklavenfängers. Zur Auktion auf dem Sklavenmarkt halten die zwei Söldner den Zyklopen, der an den dortigen Pfählen gebunden ist, zusätzlich an Seilen fest um zu demonstrieren, dass dieser Sklave wild ist und gebändigt werden muss. Der Zyklop trägt vor der Auktion eine Kapuze über den Kopf und bekommt ein Mittel eingeflößt, dass ein brabaker Alchemist mir als Extizit angepriesen hat und den Burschen in Schwung bringen soll.
*marktschreierisch* „Meine Damen und Herren, Senioras und Seniores, Donna und Dons, Grands und Grandessas, sehet her, richtet Eure gelangweilten Augen auf das, was ich Euch zu presentieren vermag! Ein Wesen, aus den Tiefen des Dschungels gestohlen, der grünen Hölle entrissen, wobei ETLICHE meiner Männer zu Boron gingen!“ *leise* “Ein einfacher Moha denkt ihr? Ein Krieger wie viele neben ihm? MITNICHTEN!“ (auf dieses Zeichen wird die Kapuze entfernt) “Seht ihn an, verehrte Käufer, und seht genau hin. Ein Auge ziert seine Stirn wie jene unbezwingbare Zyklopen die im Westen des Kontinents ganze Schiffe mit ihren geworfenen Steinen versenken und doch ist es mir gelungen ihr Junges an mich zu bringen. Oh jaaa, ihr Zorn war groß, doch mein List war größer und nun könnt Ihr, verehrte Damen und Herren, dieses Unikat ersteigern.“ *laut* “Ein Fels an Eurer Seite,“ *lauter* “ein Schlächter auf dem Schlachtfeld“ *brüllend* “ein TITAN in der Arena!“ *sammelt sich wieder* “Zögert nicht zu lange. Einen halben Stundenlauf habt Ihr Zeit, meine Ware auf Herz und Nieren zu prüfen, wenn Ihr Euch traut!“ *lacht höhnisch* “Danach werde ich Eure Gebote entgegen nehmen. "
Durch die Zuschauer geht ein Raunen, neugierig umrunden die ersten Interessenten den "kleinen" Zyklopen. Ein paar Marktwachen postieren sich extra in die Nähe von Haldans Stand, um einen Diebstahl, Unruhen oder andere Überraschungen fernzuhalten.

"20 Dublonen...." hebt ein dünner Mann an, der eifrig in seinem Beutel nachzählt.
"Nein! Ich biete 50 Dublonen" ruft ein Novadischer Händler.
"Hey ich will den haben...100 Dublonen!" kreischt eine stark geschminkte ältere Frau und schaut den Zyklopen lüsternd an.
"110!" von einem Hauptmann der Garde.
"115 Dublonen!" bietet ein Zwerg mit einem Goldenen Zahn.
Zum Ersten....weitere Gebote?
Zum Zweiten....höre ich da vielleicht 120 Dublonen für einen echten Zyklopen?
"500 Dublonen." hört man eine tiefe männliche Stimme aus der Menge rufen.

Sofort laufen mehrere Dutzend Gardisten der Dukatengarde auf den Marktplatz und sichern alles ab. Die Menge ist ruhig und die Marktwachen gehen einige Schritte zurück und verbeugen sich. Eine große in goldenen Farben gehaltene Sänfte wird zum "Verkaufsstand" getragen. Die Menschen machen Platz und die Dukatengardisten bilden eine Gasse in der Menschenmenge. Aus der Sänfte, getragen von acht kräftigen Mohasklaven, steigt ein großer und sehr dicker Mann aus. Gekleidet in dunklen weiten Seidengewändern und seine Schuhe sind aus Filz, die Spitze krümmt sich nach oben. An jedem seiner Finger stecken mindestens 2 blinkende Ringe. Langsam geht er in Haldans Richtung. "Ein richtiger Exot den ihr da zu Geld machen wollt. So was fehlt in meiner Sammlung, hehehe." Er klatscht in die Hände und 4 Schwarze Männer, nur mit einem Lendenschurz bekleidet, bringen Haldan eine kleine Kiste. "Hier sind 500 Dublonen...ist er mit meinem Preis einverstanden?"
Überall bricht Gemurmel aus. Die Menschen werden unruhig und die Dukatengardisten schauen sich hektisch um. Die Menschen werden sofort still, als der Mann seine Hand bewegt ... "Nun, Herr ... wie lautet sein Name? Ich mache lieber Geschäfte mit jemanden, dessen Name ich kenne." Auf dem Marktplatz kommen die anderen Geschäfte zum erliegen, alles schaut neugierig in eure Richtung.
„Raûl ya Comrades, Eure Hochwohlgeborenheit, ... " entgegnet Haldan, der den Blicken des Käufers auszuweichen versucht um die Situation auf dem Markt zu begreifen, doch immer wieder von den dunklen Augen des Fremden in den Bann gezogen wird. Dabei nimmt sein Gesichtsausdruck leicht groteske Züge an, denn während er gerade noch den feisten Sklavenfänger gespielt hat, der den Preis marktschreierisch in die Höhe treiben wollte, versucht er nun Haltung zu bewahren, die ihm zum einen auf Grund des exorbitanten Angebots - Haldan hatte es sich zwar ausgemalt, aber nun leibhaftig eine so stolze Summe angeboten zu bekommen bringt ihn aus der Fassung - als auch durch die imposante Erscheinung seines Gegenübers, der, so schätzt Haldan, nicht zu jenen Menschen gehören, die sich mit einem 'Nein' zufrieden geben, zu entgleisen droht.
Für einen Moment ist Haldan drauf und dran, sofort auf das Angebot des Käufers einzugehen um dieser unangenehmen Situation zu entfliehen, als sich ein kleiner Teil seines Selbst in den Vordergrund seines Bewußtseins schiebt, der den unermesslichen Reichtum des Granden abzuschätzen wagt. Noch immer eingeschüchtert von seinem Gegenüber setzt Haldan zaghaft an: "Nun ... Herr, welch großzügiges Angebot ihr mir in Eurer unermesslichen Gnade unterbreitet, ...doch denkt an ... an all die guten Männer, die ihr Leben ließen, um dieses Exemplar... äh ... einzufangen." Totenstille herrscht auf dem Markt. Mit versteinerter Mine Blickt der Grande Haldan in die Augen. Satinav selbst scheint die Zeit angehalten zu haben.
Ein heftiges Lachen ertönt über den Platz und schallt von den Wänden der Häuser zurück. "Er hat wirklich mehr Mumm als Verstand. Er hat nicht die geringste Ahnung, ...." Nicht ohne den Blick von Haldan abzuwenden, setzt er zu einer Geste an. Doch er greift in die Innenseite seines Seidengewandes und wirft Haldan einen Beutel Münzen zu. Haldan will ihn auffangen doch sein Körper will ihm nicht gehorchen. Wie gelähmt steht er vor dem Granden als der Beutel seine Brust trifft und zu Boden fällt. "Das sollte reichen um seinen 'Verlust' auszugleichen." Seine Mine ändert sich auch dieses Mal nicht, doch mit einem Blick gibt er Haldan zu verstehen: "Sollte er mir noch einmal unter die Augen treten, wird er keine Gelegenheit mehr haben, sich an dem Gold zu erfeuen." Auf eine Handbewegung von ihm stellen die Sklaven die Kiste ab und machen sich daran, den Zyklopen loszubinden.
Es scheint eine halbe Ewigkeit zu dauern, bis der Zug des Granden ausser Sichtweite gelangt ist. Erst dann erheben sich die Menschen aus ihrer unterwürfigen Pose und die Gardisten ziehen ab. Niemand schaut zu Haldan herüber, als wäre er unsichtbar. Einzig ein dreister Bettlersjunge scheint die Gunst der Gelegenheit nutzen zu wollen und greift mit einer Hand nach dem Beutel, der vor Haldan liegt. Mit einem Schritt steigt Haldan auf den kleinen Arm, der ihn bestehlen will und bückt sich nach dem Beutel. Der Bettlersjunge versucht mitleiderregend zu wirken, ihm steigen Tränen in die Augen und er beginnt sich vielmals zu entschuldigen, damit seine Trach Prügel nicht zu groß ausfällt. Doch Haldan ist noch immer benebelt wie in einem Traum, die Worte des Jungen dringen nur in Fetzen an sein Ohr. Geistesabwesend gibt er dem Kind eine Münze aus seinem Beutel und wendet sich seinen Begleitern zu. "Weg Hier!".
Er stülpt die Kapuze des Zyklopen über die kleine Kiste und bedeutet Thorge mit anzufassen. Schnell bringen sie ihre Beute von der Straße ins nächste Gasthaus. Dort mieten sie sich zwei Doppelzimmer, eins für die beiden Söldner, eins für Thorge und Haldan und lassen sich gleich etwas Schnaps auf die Zimmer bringen. Haldan stößt mit den beiden Söldnern an und bezahlt sie für ihre Dienste. Dann verläßt er das Zimmer kurz um eine ordentlich Mahlzeit zu bestellen. Auf die Tür der Söldner wirkt er stattdessen einen starken Claudibus; auf die Klinke einen Applicatus Silentium, der für eine halbe Stunde Ruhe sorgt, sobald die Klinge berührt wird. Er verwandelt sich wieder in einen Magus und bietet Thorge an, ihn schnell aus der Stadt zu begleiten. Dann eilt er zum Hafen und will das nächste Schiff Richtung Sylla, Hot Alem, Brabak oder Liebliches Feld nehmen - Hauptsache Weg.
Hinter der gewohnten Maskerade von Saladin dem Prächtigen gelangt Haldan langsam seine Fassung zurück. Auf dem Weg zum Hafen teilt er Thorge mit, dass es sicher besser wäre, wenn man sie nicht zusammen sieht. Vielleicht sollte er sich die nächste Zeit auch etwas bedeckt halten. Dann gibt er ihm 100 Dublonen. "Wenn Euch der Sinn nach weiteren Abenteuern steht mein Freund, dann trefft mich zu Beginn des nächsten Jahren, sagen wir, Mitte Praios in Brabak, falls wir uns nicht mehr sehen sollten. Gehabt Euch wohl und gebt auf Euch acht." Dann bezieht Saladin ein Zimmer in einer guten Herberge, wandelt sich in den sehr gesprächigen Edelmann Paolo ui Cuanin, der sich ein weiteres Zimmer in der Herberge mietet. In diesem Zimmer versteckt Haldan 300 Dublonen an je drei Orten und legt einen Geldbeutel mit geringem Inhalt auf den Tisch nebst einiger Wechselkleidung. Dann verschließt er das Zimmer zusätzlich mit einem Claudibus (Variante für einen Monat) und läßt den Tag im Schankraum bei einem Glas Wein ausklingen.
Am nächsten Tag wandelt Saladin durch die Straßen Al'Anfas und macht sich auf die Suche nach einem Medicus Namens Aldino de Torresca. Zusätzlich hört er sich um, wann der großartige Theatralo seine nächste Vorstellung gibt. Vielleicht kann er auch noch in Erfahrung bringen, wer der Käufer des Zyklopen war.
Haldan begibt sich in den äußersten Süden der Stadt. Dort durchquert er die schlammigen Straßen des Elendsviertels. Hinter dem Elendsviertels (Haldan muss sich so manchen Bettler erwehren) liegen die Villen der Reichen Al Anfas. Große Grundstücke mit prächtigen Gebäuden. Die Stadtgarde ist hier sehr häufig anzutreffen und achtet darauf, dass sich keiner der armen hier her verirrt. Die Straßen hier sind befestigt und werden von kleinen Sklaventrupps gesäubert. Endlich erreicht Haldan das Anwesen des großen Theatralo´s. Vor der in Rot gefärbten Villa stehen 1 Dutzdend Menschen. Alle sind farbenfroh gekleidet und stehen hier an. Haldan muss fast 1 Stunde warten bis er durch das große grüne Tor schreiten kann. Haldan ist in Gestalt eines Magiers unterwegs: trägt einen weiten Umhang, der mit arkanen Symbolen bestickt ist, ein obligatorischer spitzer Hut ziert sein Haupt - alle Applikationen seines Gewandes sind durch das funkeln verschiedenstfarbiger Edelsteine verziert. Ein schwarzes Cape liegt ihm um die Schultern, auf dem im richtigen licht einige Runen dunkelblau schimmern. er führt einen Gehstock bei sich aber seine Bewegungen sind nicht eingeschränkt. Der Duft eines schweren Parfüms umgibt ihn. Die Wartezeit vor der Villa nutzt Haldan, um die Gespräche und Anliegen der anderen Besucher in Erfahrung zu bringen, indem er sich einem Gespräch anschließt oder einfach nur lauscht. Während Haldan vor dem Anwesen gewartet hat, sieht er, wie dem Haus 2 weitere "Zwiebeltürmchen" wachsen. Außerdem wechselt das Gebäude die Farbe von Rot in Blau. Als Haldan durch das Tor in die Villa schreitet wird er von einem kleinen dicken Mann empfangen. Er gibt sich als Sekretär des großen Meisters aus und führt Haldan in ein kleines Zimmer. Haldan folgt dem kleinen Mann und schreitet durch mehrere Zimmer hindurch wo buntgekleidete Grüppchen zusammenstehen und kleinere Illusionen vorführen...
Im Zimmer wartet bereits der MEISTER auf ihn. Seine gelb und grünen Augen (jeweils!) fixieren Haldan. Seine langen Haare sind in den Farben des Regenbogens gehalten und wechseln ständig die Farben: "Nun werter Herr...Ihr habt ein besonderes Anliegen? Meine Zeit ist kostbar und knapp bemessen. Haltet euch kurz."
„So denn dies Euer Wunsch ist, werde ich gleich auf den Punkt kommen. Ich sehe, viele Bittsteller lauern vor Eurem Tor in der Hoffnung dass Euer Glanz auch auf sie abfärbt. Ich hingegen bin ein Wanderer, der nach immer neuen Kunststücken Ausschau hält. Mir steht der Sinn nicht nach Gold oder Ruhm, mein Anliegen ist es, mein Publikum zu entführen in einen Traum von Licht und Klang, Exotik und Phantasie in ihr Leben zu tragen, ihnen ein Schauspiel zu bieten, dass sie ihr Lebtag nicht vergessen werden. Das soll nicht heißen, dass ich von Armut gezeichnet wäre, ganz im Gegenteil: Euer Name wurde gar im fernen Khunchom genannt, von Euren Künsten geschwärmt, so dass es mir geradezu als eine Pflicht erschien, die Reise anzutreten um Euch Aug in Aug zu begegnen. Mein innigster Wunsch wäre, von Euch zu lernen - und wie ich schon andeutete, an Lehrgeld mangelt es mir nicht, denn ich weiß, Eure Zeit ist kostbar. “
"Nun...in der nächsten Woche habe ich einige wichtige Auftritte. Über nächste Woche könnte ich euch 4 Stunden pro Tag opfern - wenn die Anzahl eurer Taler stimmen, wenn ihr versteht was ich meine. Ihr müsst gut aufpassen, denn ich zeige nie etwas zweimal – hohoho ...
An welcher Kunst habt ihr denn gedacht? Meine Fähigkeiten sind beeindruckend und mein Wissen über Illusionen einzigartig auf Dere. Was ich damit sagen will: Ich kann euch unmöglich alles beibringen. So wählt schnell, in 1 Stunde habe ich einen weiteren meiner großartigen Auftritte..."

"Dann laßt mich teilhaben an einem eurer Auftritte. Sicher wird mir dann sofort auffallen, wo meine Defizite im argen liegen. Da fällt mir ein, wo doch eure zeit so knapp bemessen ist, verfügt ihr eventuell über ein Skriptum, aus dem sich Dinge die Zauberei betreffend erlernen lassen? Vereinzelt sind mir solche Kostbarkeiten auf meiner reise begegnet. doch da ihr anscheinend die Kunst gemeistert habt, könnt ihr es vielleicht entbehren? Auf der anderen Seite verlasse ich mich gerne auf die Zauberkugel als magisches Utensil. auch hier kam mir zu Ohren, dass sie mit mehreren hilfreichen zaubern belegt werden kann, derer ich nur einen beherrsche.“
"HAHAHAHA...ihr wollt einem meiner Auftritte beiwohnen?“ Der Meister wirkt überrascht. „Nun denn, der schwierigste Auftritt wird in 3 Tagen bei der Familie Zornbrecht sein. Tretet mit mir auf und ich erkenne eure schwächen sofort. Doch passt auf, ein Zornbrecht mag es nicht, wenn sein Fest ruiniert wird. Bisher hat keiner ein solches Fehlverhalten überlebt – doch wird ein Erfolg reich belohnt. Überlegt gut und antwortet fix..."
*schluckt* „Mit beiwohnen meinte ich eigentlich zuschauen. Doch wenn ihr es so ausdrückt, nehme ich die Herausforderung gerne an. Wer könnte schon von sich behaupten neben dem großen Theatralo auf einer Bühne gestanden zu haben, was wiegt da schon der Einsatz des eigenen Lebens“ *versucht zu lächeln*
“Auch wenn mir bereits zu Ohren gekommen ist, dass ihr jedes Stück nur einmal vorführt, so nehme ich doch an, ihr probt jeden Auftritt bis ins Detail - ich meine, es steht einiges auf dem Spiel.“  Der große Theatralo fordert von Haldan, das er sich erstmal zu den Gästen begeben soll. Auf ein Zeichen des Meisters hin, muss er zeigen was er kann.

3 Tage Später...

Ihr begebt euch zu dem Anwesen der Familie Zornbrecht. Dort werdet ihr von dem Leibdiener Kardonor empfangen: "Mein Herr erwartet euch bereits. Die Gäste werden bald eintreffen, es steht alles wie von euch gewünscht bereit, Meister." Ihr werdet dann in eine große Halle geführt. Nareb Emano Zornbrecht wartet bereits mit 2 Dutzend Söldner und 2 Dutzend Bedienstete auf auch. Der Meister geht voraus und spricht kurz mit dem Hausherr. Haldan erkennt in dem dicken und großen Mann den Käufer des schwarzen Zyklopen. Nareb mustert Haldan und nickt ihm zu. Er scheint Haldan erkannt zu haben.
Die Gardisten postieren sich in der Halle, die Dienerschaft (alles Mohas) bereitet alles vor (Kissen werden verteilt, kleine Hocker und Tische aufgestellt, die Tische mit exotischen Gerichten beladen, Wasserpfeifen verteilt usw.). Eine kleine Holzbühne wurde am Ende der Halle errichtet und Theatralo kontrolliert seine "Zauberkiste", die bereits vorher hier hin gebracht wurde. Zornbrecht macht es sich auf einem der Kissen (ganz vorne an der Bühne) bequem. In seiner Nähe sind stets 2 Große Gardisten der Dukatengarde. Haldan macht es sich auf einem kleinen Hocker mitten im Zuschauerraum bequem - so wie mit Theatralo abgesprochen. Er hat alleine geprobt und forderte von Haldan "Spontanität".
Die Gäste treffen ein und machen es sich ebenfalls bequem. Bestimmt 50 Gäste sind gekommen, alle in kostbaren Gewändern gekleidet und dekadent geschminkt. Nareb wendet sich nicht ab, um seine Gäste zu begrüßen und starrt auf die Bühne. Er scheint sich wie ein kleines Kind auf die Vorstellung zu freuen. Sklaven versorgen die Gäste mit Wein und köstlichen Gerichten von den Tischen. Die Vorstellung geht los. Der Meister ist nicht zu sehen... Die bunten Fenster werden verdunkelt und nur die Bühne wird von 4 Feuerbecken erleuchtet. Es ist plötzlich ganz ruhig unter den Gästen. Wo vorher noch gelacht und gesprochen wurde herrscht gespenstische Stille...Auf der Bühne steht nur die Bunte Kiste des Meisters (mit der silbernen Aufschrift: Meister Theatralo Vor den Gästen taucht plötzlich ein flammender Schriftzug auf: Willkommen im Hause Zornbrecht! Der mächtige und große Theatralo begrüßt euch zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Der Schriftzug verschwindet mit einem knistern, silberne und goldene Funken sprühen herum. Dann wieder Stille. Ein kleiner Gang wurde vom Eingang zur Bühne freigehalten und führt durch die Zuschauer entlang. Die große Holztür geht auf und 20 kleine Holzeimer (gefüllt mit Wasser) marschieren zur Bühne. In den Eimern sitzt jeweils ein kleiner Theatralo und badet vergnügt. Im Gänsemarsch erreichen die Eimer die Bühne und steigen die Stufen hinauf. Auf der Bühne brechen die Eimer auf und spülen die 20 kleinen Theartralos auf den Boden. Die kleinen Männer rappeln sich auf und werden von einem Wirbel erfasst. In rasender Geschwindigkeit wirbeln die kleinen Männer herum und fügen sich langlam zu einer Person zusammen. Vor euch steht der große Theatralo in einem Regenbogenfarbigen Gewand. Seine Haare haben sich in bunte kleine Schlangen verwandelt, die munter auf seinem Kopf tanzen. Der Meister wird plötzlich von einem Hellen Licht angestrahlt (wie ein Scheinwerfer) und verbeugt sich. Die Menschen begrüßen den Meister frenetisch. Sogar Nareb nickt zufrieden und grunzt dabei.
Die Feuerbecken gehen aus, nur das Licht auf Theatralo bleibt und erhellt die ersten Reihen der Gäste. Die Tür der Halle springt auf und große dunkle Gestalten marschieren hindurch, die müssen sich durch die Tür hindurch bücken - so groß sind sie. An der Decke strahlen auf einmal 6 große helle Kugeln und erhellen die Halle. "Schwarzoger!“ hört man aus der Menge rufen. Fast drei Schritt große Schwarze Oger bewegen auf den Gang zur Bühne und fletschen dabei die Zähne. Die Gardisten stürmen auf die unheimliche Schar ein und liefern sich einen heftigen Kampf mit den Ogern. Die Zuschauer schreien und fliehen in die äußersten Winkel der Halle.
Nur die beiden Gardisten neben Nareb bleiben unbeeindruckt neben ihren Herren stehen. Der ebenfalls unbeeindruckt scheint. Nach kurzen Augenblicken liegen alle Gardisten tot auf dem Mamorboden. Theatralo schreitet von der Bühne und schleudert den Ungeheuern bunte Feuerkugeln entgegen, die daraufhin laut heulend zu Boden fallen. Wenige Augenblicke später ist alles vorbei. Nur ein Oger steht noch, er ist mit fast 4 Schritt der Gößte unter ihnen. Der Meister bewegt hektisch seine Arme und ruft laut: "Bei den Göttern, meine Zaubermacht ist erschöpft. Ein Lichtstrahl erfasst Haldan und zeigt ihn in der ängstlichen Zuschauermenge stehen. Weitere Lichtstrahlen erfassen den Meister und den großen Oger. Gespenstische Stille liegt im Raum. Theatralo nickt in Haldans Richtung...
Grimmig schaut das Monster den Meister an. Bedrohlich hebt es seine Keule und will sich auf Theatralo stürzen, da ertönt aus Saladins Richtung "Ignifaxius Flammenstrahl" und eine leuchtende Flammenlanze schnellt von Saladins ausgestreckter Faust durch den düsteren Raum, trifft den Oger und bringt ihn ins Wanken. Zornig schnellt dieser herum und stürmt keulenschwingen auf Saladin zu. Auf seinem Weg walzt er alles unter seinen riesigen Füßen platt, was ihm in den Weg kommt. Kissen zerplatzen zu Federwolken, Tische zersplittern in tausend Stücke und tote Gardisen werden hinfortgetreten. Alle Gäste um Saladin herum suchen in Heil in kopfloser Flucht. Ein zweites Mal erschallt "Ignifaxius Flammenstrahl" und eine weitere Flammenlanze trifft den Oger und versengt seine rechte Brust. Doch dieser scheint von den Brandwunden nur noch wütender zu werden. Mit einem gewaltigen Hieb schlägt er auf Saladin ein. Die Silbe "Trans.." ist noch zu vernehmen bevor die Wucht des Einschlags den Rest der Formel verschlingt. Staub und Splitter wirbeln auf. Fetzen, Früchte und Besteck wirbeln umher. Man erkennt die Hand vor Augen kaum. Stille herrscht, nur eine Silberschale kreist irgendwo auf auf dem Boden bis auch sie letztendlich zur Ruhe kommt. Jemand hustet. Jemand wimmert. Jemand stöhnt gequält. Der Nebel lichtet sich schnell und zuerst schemenhaft, dann deutlicher ist die Siluette von Saladin zu erkennen, der sich langsam aufrichtet, und seine Robe zurecht zupft und Staub von ihr abklopft.
Die ersten Gäste trauen ihre Augen kaum und wollen schon den Göttern danken, da ragt wie aus dem nichts ein riesiger Schatten hinter Saladin auf und brüllend setzt der Oger seinen Angriff fort. Schreie des Entsetzens ertönen. Im letzten Moment kann Saladin einem fürchterlichen Hieb ausweichen. Der nächste Hieb geht auch ins Leere doch bringt er Saladin aus dem Gleichgewicht. Einem weiteren Hieb kann er nur noch mit allerletzter Mühe entrinnen während er zu Boden fällt. Wütend nimmt der Oger seine Waffe in beide Hände und holt zu einem finalen Schlag aus. Mit hoch erhobener Waffe hält der Oger plötzlich inne. Eine Schwertspitze ragt aus seiner Brust. "Nimm dies, Ungeheuer" ertönt die Stimme Theatralos hinter dem Oger "deine letzte Stunde hat geschlagen". Der Meister steht auf einer umgestürzten Bank und hat in heldenhafter Pose sein Schwert in den Rücken des Ungeheuers gestoßen. Er ist in einen überderischen Glanz gehüllt. Mit einem Ruck zieht er die Klinge zurück und ein Schwall von Blut ergießt sich aus der Brust des Ogers, der daraufhin gurgelnd zusammenbricht.
Der Staub lichtet sich, die Vorhänge werden von den Sklaven zu Seite geschoben und Sonnenstrahlen durchbrechen den Raum. Die toten Gardisten und Oger lösen sich auf und die zerstörten Hocker und Tische richten sich wie von Geisterhand wieder auf. Langsam begreifen die verstörten Gäste das sie Zeuge eines der berühmten Illusionen des Meister Theatralo waren. Der erste klatscht, dann der nächste und immer mehr Besucher schließen sich an. Lauter Applaus erfüllt die Halle und unauffällig treten einige Gardisten in den Saal. Die Garde postiert sich wieder an den Außenflügeln der Festhalle. Eine Gruppe Gaukler tritt herein und spielt Musik. Haldan bemerkt, dass dem Meister einige Schweißperlen von der Stirn tropfen und sichtlich erleichtert die Glückwünsche von Nareb Zornbrecht entgegen nimmt: "Ihr habt nicht zuviel versprochen Herr Theatralo und euer Gehilfe hat eine große Schauspielkunst gezeigt. HOHOHO. Das wird so schnell keiner vergessen, das Wohl. Hier, eine kleine Entschädigung für eure Kunst." Narab wirft Haldan einen kleinen Beutel zu, den Theatralo gekonnt abfängt: "Habt Dank mein Herr", erwidert Theatralo sicher. Er wirft einen erstaunten Blick zu Haldan und lächelt zufrieden. "Seit für den restlichen Abend meine Gäste. Isst und trinkt soviel ihr könnt." poltert Zornbrecht und lacht laut.

Bis in die frühen Morgenstunden feiert ihr ausgelassen im Haus von Nareb Zornbrecht und wer kann das von sich behaupten ihn zufriedengestellt zu haben... Am Morgen verabschiedet sich der Meister von Haldan: "Nunja, ihr habt ein gewisses Talent. Besucht mich in drei Tagen nocheinmal. Hier diese Feder (in den Farben des Regenbogens) zeigt ihr meinem Sekretär und werdet schnell vorgelassen. Fürwahr, ihr habt es verdient, dass ich euch ein paar meiner kniffe zeige. Habt ihr interessen an dem Trick mit den laufenden Eimern oder der Flammenschrift? Da ich diese kleinen Tricks kein zweites Mal anwende, kann ich es euch beruhigt zeigen" er grinst und geht. Nach einigen Schritten dreht er sich plötzlich um: "Eure Barschaft braucht ihr nicht mit euch führen, wenn ihr mich besucht. Für die Tage sollt ihr mein Gast sein und euch einige meiner Tricks zu zeigen, ist meine Dankbarkeit für den gelungenen Abend, mein Freund." Nach diesen Worten wendet er sich mit einem lächeln ab und geht. Es ist ein kühler morgen in Al Anfa....
Erschöpft, angetrunken und dennoch euphorisch taumelt Haldan zu seiner Unterkunft zurück. im Dunst des Morgennebels ist kaum jemand auf den Strassen auszumachen. Nach einiger Zeit hat es Haldan bis zu seiner Herberge geschafft. Gerade will er an der Eingangstür klopfen, als diese mit einem Ruck aufschwingt und ein Schwall Wasser vor seine Füße platscht. Noch zu träge in seinen Bewegungen kann Haldan nicht mehr ausweichen und wird mit einer nassen Hose bedacht. "Oh verzeiht mein Herr, " entschuldigt sich der Hausherr "wie konnte ich ahnen, dass ihr so früh schon unterwegs seit?"
"Ihr...wenn...also...ach...ja was solls"
entgegnet Haldan und torkelt an ihm vorbei, von dem einzigen Gedanken besessen, endlich zu schlafen.
Die nächsten zwei Tage ziehen sich hin wie Albenhuser Haferbrei. Haldan kann es kaum erwarten mit Theatralo zu fachsimpeln und dessen Fähigkeiten zu ergründen. am morgen des dritten Tags macht er sich auf zu Villa des Meisters. Dieses mal ist nicht so viel Andrang. Ein kleiner Hinweis auf die Feder gewährt im schnell Einlass.
"Ah Saladin, setzt Euch doch", Theatralo ist gerade im Begriff sein Frühstück einzunehmen, "nehmt Euch einen Happen, es ist wie immer genug da." "Vielen Dank für Eure Gastfreundschaft." entgegenet Haldan "Tja der alte Zornbrecht, hahaha, ein gelungener Auftritt." freut sich Theatralo. Haldan: "Ein wahrlich sadistischer Troll, dieser Zornbrecht. Einigen seiner Gäste schien fast das Herz stehen zu bleiben und ich glaube bei dem einen oder anderen einen leichten Duft von Unfrische wahrgenommen zu haben. Doch mir deucht, gerade das Entsetzen seiner Gäste hat dem Zornbrecht das meiste Vergnügen bereitet." "In der Tat, ein derber Spaß, doch der Applaus war nicht zu knapp!" erwidert der Meister. "Ich glaube ich habe Euer Geheimnis gelüftet, Meister Theatralo! Ihr verfügt nicht nur über einzigartige Zauberfähigkeiten, ihr wisst auch, wie ihr die Menschen zu nehmen habt!" "Ich bin viel herum gekommen. Was ich auf meiner Reise gelernt habe ist, dass die Mächtigen sich schnell langweilen, wenn nicht eine ordentlich Portion Gewalt im Spiel ist. Dies sei Eure erste Lektion, Hahaha." "So verratet mir doch, auf welchen Zauber habt ihr zurück gegriffen, als ihr die Eimer einmaschieren ließet, welchen habt ihr für die flammende Schrift benutzt, womit habt ihr Eure Oger und Wachen erschaffen, alle zur gleichen Zeit oder habt ihr auf einen Applicatus zurück gegriffen? Und vor allem die Feuerbälle! Sie schienen wahrlich das Fleisch und die Haare der Oger zu verzehren! Wie habt ihr das bloß angestellt? Habt ihr eine Kristallkugel unterstützend verwendet? Ich habe gar keine gesehen... " "Gleich so viele Fragen auf einmal, hahaha, gemach, gemach, es ist noch früh am morgen. Laßt uns in die Galerie wechseln, ich habe fertig gespeist." "Ich weiß ihr seid ein viel gefragter und viel beschäftiger Mann. Daher kam mir in den Sinn, dass ich Euch vielleicht von Nutzen sein könnte. All die Bittsteller, die von Euch zu lernen erhoffen - überlaßt die Würdigen doch zuerst meinen Händen. Ich könnte Euer Wissen an sie weitergeben und ihr habt mehr Zeit Euch inspirieren zu lassen. Na, was meint ihr?" Doch bald schon wird Haldan der nicht sehr herausfordernden Arbeit unter Theatralo überdrüssig, der ihn anscheinend schon vergessen zu haben scheint und packt daraufhin seine Sachen um wieder zurück nach Brabak zu reisen.
In Brabak hat die Rückkehr der Korisande nach inzwischen drei Monaten ein wahre Euphorie ausgelöst. Allenthalben verkaufen Trödler Relikte aus dem Südmeer, Geschichtenerzähler scharen die Menschen um sich mit immer neuen Erzählungen von den Abenteuern der Korisande, sogar einige Händler scheinen in den Süden aufgebrochen zu sein um es der Expedition gleich zu tun. Da Haldan sich schon während der Rückreise mit den Ritualen der Gildenmagie auseinandergesetzt hat, sucht er die Akademie auf, um mehr darüber zu erfahren. Hier möchte man nocheinmal alles genau und detailliert von Haldan erfahren, was auf der Reise vorgefallen ist. Haldan überreicht den wissensbegierigen Forschern eine kleines Manuskript, dass er während seiner ereignislosen Zeit bei Theatralo angefertigt hat - dementsprechend ist es auch nicht verwunderlich, dass gewisse Stellen sehr phantasievoll geschildert und mit einigen zusätzlichen Informationen ausgeschmückt sind, die bisher noch nicht in Umlauf gekommen sind. Die Akademieleitung gewährt Haldan Zugang zum öffentlichen Teil ihrer Bibliothek und räumt ihm eine Möglichkeit ein, seine Studien zu betreiben, nicht ohne ihm einen gewissen Obulus abzuverlangen. In diesem magietheoretischen Umfeld wird Haldan immer mehr bewußt, welche Gefahren hinter der Welt lauern und dass diese sich nicht von seinen Zaubertricks beeindrucken lassen würden. Hatte er Anfangs nur die Rache einer Spektabilität zu fürchten, so sind ihm in den letzten Jahren immer unheimlichere Wesenheiten begegnet. Angefangen von Anhängern des Namenlosen, die nicht verheilden Wunden schlagen, wolfsartigen Bestien, die nur ihn verfolgen und nur von ihm gesehen werden können, schwarzhäutigen Elfenhenkern, haushohen Raubechsen, blitzwerfenden Fischwesen, Riesenmalmern, Tentakelwalen, Schlammwesen und nicht zuletzt Granden ... Daraufhin verlängert Haldan seinen Aufenthalt in der Akademie von Brabak um mehr über jenseiteige Wesenheiten zu erfahren und sieht von seinem ursprünglichen Vorhaben ab, in den Gasthäusern der Stadt die überaus abgedroschene Geschichte der Fahrt der Korisande zu präsentieren.
Anfang des neuen Jahres trifft Haldan seinen Kamerade Thorge wieder, der wie verabredet im Gasthof 'Sumpffieber' erscheint. Zusammen fassen sie den Entschluss bald nach Khunchom zu Reisen und dort Thorim zur Zeit des Gauklerfestes zu besuchen. Auf dem Weg dorthin machen sie einen Zwischenhalt in Selem um Aszila zu treffen, der dort einen weisen Mann aufsuchen wollte um mit seinem Geist ins reine zu kommen. Doch unser alter Weggefährte ist noch nicht bereit für neue Abenteuer und treibt sich zunhemend unter Echsen herum - ob das sein Seelenheil fördert? Wie dem auch sei, Haldan und Thorge reisen weiter nach Khunchom und sind bereits einen Monat vor den Festspielen in der Hafenstadt angekommen.

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